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Vom Scheitern

Einmal wachst du auf und weißt: heute ist der Tag, da kannst du den Gipfel erreichen. Das Ziel ist greifbar und gleichzeitig fern. Du verstehst, es ist nicht weiter weg als je zuvor und es ist nicht näher als je zuvor. Am Ziel ist man oder eben nicht.

Die Ruhe vor dem Gipfelsturm

Wie ich euch im ersten Blog erzählte, hatten wir für unsere Tour einen Puffertag einberechnet und schon am Anfang geglaubt, ihn nutzen zu müssen, um mir mit meinen Migräne-Höhensymptomen etwas Auszeit zu verschaffen. Eine Idee, die wir rasch verwarfen, denn zu kostbar war uns diese Zusatzzeit und wir ahnten, sie könnte an anderer Stelle vielleicht noch von Bedeutung sein.

Normalerweise werden die Wanderer von den Guides am Tag des Gipfelsturms um Mitternacht geweckt, damit der Sonnenaufgang auf dem Gipfel erlebt werden kann. Mit unserer Pufferzeit im Rücken, entschieden wir uns, lieber zu schlafen und den letzten Aufstieg schlicht und ergreifend am Tag zu machen.

Das war eine in mehrerer Hinsicht gute Entscheidung, denn Schlaf ist eine wichtige Ressource gegen Höhensymptome und zudem brachte die Wanderung bei Tageslicht ein enormes Plus an Motivation – so konnten wir bei jedem Schritt die atemberaubende Landschaft und Aussicht in uns aufnehmen. Es war unglaublich!

Fast oben, oben, ganz oben?

Seit sechs Tagen befand ich mich in einem absoluten Jetzt. Befanden wir alle uns in einem absoluten Jetzt. Jeder einzelne Mensch dieser Reisegruppe war bis hier gekommen, weil wir uns als Team aufeinander und auf die völlige Gegenwart eingelassen hatten. Ich erinnerte mich, dass einer der auslösenden Faktoren für diesen Kili-Trip die Beschreibung eines Reisebloggers gewesen war, der u.a. von den tiefgreifenden Erfahrungen in Bezug auf Freundschaft und Teamplay berichtet hatte.

Nie zuvor hatte ich bei einer Reise so extrem und intensiv das Gefühl, dass alles, wirklich alles vom Miteinander abhing. Die eigenen Grenzen hatte jeder einzelne von uns berührt, erfahren, ertragen müssen. Gleichzeitig konnte jeder einzelne sie überwinden, eben weil niemand einzeln war. Weil wir längst wie ein Organismus funktionierten.

Die Sonne stand über uns und der Himmel war weit und wunderblau, als wir den Kraterrand, den Aussichtspunkt Stella Point erreichten. Die Gipfelregion. Wer hier ankommt, hat offiziell den Kilimandscharo erklommen, auch wenn es noch nicht der allerhöchste Punkt des Bergmassivs ist.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was das für ein Gefühl war. Ich konnte es nicht fassen und war doch mittendrin. Wieder und immer noch im Jetzt, im völligen Jetzt. Da standen wir. Überwältigt. An diesem Punkt hätte es zu Ende sein können. Eigentlich. Aber nun, da wir es bis zum Stella Point geschafft hatten, wollte ich die letzte Strecke zum allerhöchsten Punkt nicht der Erschöpfung opfern. Auch das würden wir schaffen.

Nicht der Fehler ist das Problem, sondern die Fehlerkette

Ganz oben waren wir und ganz am Ende. Völlig fertig. Alle. Völlig glücklich. Alle. Das wirkliche Begreifen, was wir geschafft hatten, kam erst viel später. Dass wir diesen Gipfel erreicht haben, lag an ein paar ebenso einfachen wie gravierenden Faktoren:

  1. Wir waren ein Gruppe, ein Team, eine Bande Entschlossener.
  2. Wir haben, gelehrt von der Unerbittlichkeit des Bergs, Konflikte sofort angesprochen und eine Lösung für sie gefunden.
  3. Wir haben, gelehrt von der Präsenz des Bergs, Entscheidungen sofort getroffen und sie konsequent umgesetzt.

Ich habe schon vor dieser Reise mit dem Verstand erfasst, dass wir Menschen privat oder unternehmerisch nicht etwa deshalb scheitern, weil wir Fehler machen, sondern weil wir sie verheimlichen und vertuschen wollen. Was zu Fehlerketten führt. Ein Problem gebiert das nächste, obwohl mit einem Quäntchen Wahrhaftigkeit jeder Folgefehler im Keim erstickt gewesen wäre.

Seit dieser Reise weiß alles von mir, nicht nur mein Hirn, nein, jede Köperzelle, wie wahr das ist. Ich habe erlebt, was es bedeutet sich 100% aufeinander zu verlassen, sich 100% aufeinander einzulassen; habe erlebt, dass Verantwortung bedeutet, 100% zu sich und den eigenen Taten und Grenzen und Fehlern zu stehen; sie zu zeigen und auszusprechen; sich aber in dieser „Nacktheit“ aufgehoben zu wissen, weil es nie um Sanktion und Machtgehabe wegen des Fehlers geht, sondern weiterhin um das gemeinsame Ziel.

Wer kann was tun? Wer hat gerade die meiste Kraft, wer die wenigste? Wie teilen wir uns auf, wer übernimmt was, was braucht wer, um die bestmögliche Tagesleistung zu schaffen? Und wenn sie doch einmal hochploppten, die Befindlichkeiten (ja, wir sind halt alle nur Menschen, auch beim Gipfelstürmen), wie gut war es da jene im Team zu wissen, die uns wieder erdeten. Uns auch auf solche Qualitäten zu verlassen.

Wieder einmal habe ich mir einen Traum verwirklicht. Wieder einmal habe ich mehr gelernt dabei, als ich zu hoffen gewagt habe. Wieder steht neben dem Jubel und dem Taumel des Gipfelgefühls eine tiefe Demut. Dem Ego verdanken wir unsere großen Träume und Ziele, dem Team verdanken wir den Weg und das Erreichen.

Fotos: Gero Furchheim

Der Anfang der Reise:

Wie man seinen Meister findet

Es war die Reise, auf die ich bisher am längsten warten musste. Für mich, den Ungeduldigen, schon im Vorfeld eine Herausforderung. Es sollte nicht die einzige bleiben. Der Berg und ich haben uns nichts geschenkt. So siegessicher ich gestartet bin, so demütig kehrte ich zurück.

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Wie die Idee entstand:

Sehnsucht auf Sendung

Ich lag im Schlafsack, auf einem Vulkan in Indonesien, als mir die nächtliche Lektüre eines Reiseblogs spontan und heftig eine Sehnsucht einpflanzte: auf den Kilimandscharo zu wandern. Ja, genau. Afrikas höchstes Bergmassiv. Fast hätte ich bei dieser Idee selbst den Kopf geschüttelt. Aber nur fast.

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Erste Trainings:

Höhengefühle – Der Kilimandscharo ruft

Noch vor ein paar Wochen hätte ich nicht gewagt zu glauben, dass das schon für letztes Jahr geplante Klimandscharo-Projekt in diesem Sommer starten kann. Jetzt bin ich bereits mitten in den Reisevorbereitungen. Das heißt vor allem: trainieren...

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High Hopes – Wie man in Berlin 3500m über den Meeresspiegel kommt

Dass zu den Vorbereitungen für die Reise nach Tansania auch ein Höhentest gehört, hatte ich im letzten Kilimandscharo-Blog schon anklingen lassen. Jetzt war es soweit. Zusammen mit meinen Freunden und dem Fernsehteam ging es ins Zentrum für Reisemedizin. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf knappe Luft in schwindelnden Höhen.

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© 2021 Janis McDavid