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Sehnsucht: Die Suche nach uns selbst

„Ich habe kein gutes Gefühl bei ihm!" Der Satz zerschlug die konstruktive Stimmung mit ungeahnter Wucht. Betretene Stille. Ich blickte in die Meeting-Runde. Die Gesichter der anderen spiegelten die gleiche Überraschung wie ich. War damit die ganze Arbeit der der letzten fünf Stunden hinfällig?

Teamgeist, Träume, Trigger

Auch wenn ich als Speaker ein Solopreneur bin, arbeite ich ständig mit Menschen zusammen, befinde mich oft in Teams, um an Strategien, Konzepten und Entwicklungen mitzuwirken. Die Dynamik, die sich aus dem Zusammenspiel einzelner Energien ergibt, die alle auf einen gemeinsamen Fokus gerichtet sind, mag ich sehr. Den Spirit, der dabei entsteht. Ideen bekommen Flügel. Was aber, wenn wie jetzt, einer der Beteiligten einen anderen in Frage stellt? Und vor allem: warum?

Ein altbekannter Gast

Immer und immer wieder treffe ich auf das Thema Vergleichen. Es ist allgegenwärtig. Online und offline. Den einen und anderen Gedanken dazu, habe ich mit euch ja schon geteilt. Und wenn es ums Vergleichen geht, höre und lese ich immer wieder, dass wir damit aufhören, es sein lassen und es uns abgewöhnen sollen. Weil nur Frust darin steckt, wir nun einmal einzigartig sind und uns das ewige Abgleichen mit anderen schwächt und von unseren Stärken ablenkt. Zum Teil mag ich dem zustimmen. Andererseits halte ich Vergleichen für einen ganz normalen Vorgang bei einem sozialen Wesen. Unser Hirn gleicht pausenlos alles Mögliche ab, natürlich auch unser Selbstbild mit dem Bild von anderen.

Schmerz will deine Aufmerksamkeit

Im Fall der beschriebenen Meeting-Situation, stellte sich heraus dass Teilnehmer A sich in der Gegenwart von Teilnehmer B unwohl fühlte und ihm nicht traute, wobei A, ganz menschlich, den „Fehler" erst einmal bei B suchte. Ich schlug vor, den Blick auf das Unwohlsein, den Schmerz zu richten. Nachzuspüren, welche Gefühle genau hochgekommen waren. Was denn da triggerte. Die darin enthaltenen Informationen über uns selbst, halte ich für immens wichtig. Es erscheint zunächst immer angenehmer, ungute Gefühle loszuwerden, indem wir entweder der Auslöser entfernen oder uns selbst abwenden; indem wir einen „logischen" Schmerzgrund im Außen finden, den es abzustellen gilt. Bei A und B zeigte sich schnell, was das ungute Gefühl tatsächlich war: Ein Quäntchen Neid, eine Prise Wut, ein Stückchen Ohnmacht. A hatte sich mit B und dessen Leistungen und Erfolgen verglichen.

Resonanzkörper Sehnsucht

Gefühle wie diese fühlen wir nicht gern. Sie versetzen uns in eine kleine Schockstarre, machen uns klamm. Wir wollen weder neidisch, noch wütend und schon gar nicht ohnmächtig sein. Ich möchte dazu ermutigen, den großen Schatz zu sehen, der im Wahrnehmen dieser Gefühle liegt. Wenn uns ein Vergleich schmerzt, egal wie stark oder schwach, dann zeigt uns diese Resonanz überdeutlich, welche Sehnsucht in uns unerfüllt ist. Wenn uns die Instagram-Bilder anderer neidisch machen – wollen wir dann wirklich deren Haus, Strand, Erfolg, Aussehen, Urlaub, Hot Dog oder Haarschnitt? Oder ist unser Neid schlichtweg der beste Seismograph dafür, dass wir einem Bedürfnis, einer Sehnsucht von uns keine Beachtung und damit keinen Raum schenken? Wollen wir wirklich mit an den Strand? Oder sehnen wir uns aktuell nach Zeit für uns selbst, Rückzug und etwas Wärme?

Vergleichen bringt Erkenntnis

Ich werde nicht aufhören mich zu vergleichen. Werde keine Energie darauf verschwenden, den menschlichen Vergleichsimpuls in mir wegzudrücken. Es steckt so viel Möglichkeit zur Selbsterkenntnis darin. Was ist Vergleichen anderes, als ein Blick in den Spiegel? Ein Spiegel, der mir vor Augen hält wer ich bin und was ich suche; wonach ich mich sehne und was mehr von meinem Mut und meiner Aufmerksamkeit verdient. Wie gebe ich meiner Sehnsucht Raum? Wie mache ich meine Träume wahr? Wie lebe ich mein bestes Leben? Nutzt die Gefühle, die ein Vergleich freisetzt, um sie zu betrachten, um darin euch selbst zu betrachten und euch besser kennenzulernen.

A hat übrigens anstelle Grenzen gegenüber B aufzubauen seine eigenen abgebaut und sagte vor kurzem zu mir: „Ich brauche kein gutes Gefühl mehr bei ihm. Ich habe es jetzt bei mir selbst!"

Welche Sehnsucht von dir sollte endlich mehr Raum bekommen?

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© 2020 Janis McDavid