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Sehnsucht auf Sendung

Ich lag im Schlafsack, auf einem Vulkan in Indonesien, als mir die nächtliche Lektüre eines Reiseblogs spontan und heftig eine Sehnsucht einpflanzte: auf den Kilimandscharo zu wandern. Ja, genau. Afrikas höchstes Bergmassiv. Fast hätte ich bei dieser Idee selbst den Kopf geschüttelt. Aber nur fast.

Gipfelgedanken und Bodenhaftung

Es war verrückterweise in der Nacht vor unserem Unfall (Unfall am Rinjani Vulkan. Game over?). Ich lag im Zelt, schlaflos und erschöpft zugleich und war froh, dass mein Smartphone einiges an zu Hause heruntergeladener Lektüre bereithielt, denn Empfang gibt es auf dem Vulkan natürlich nicht. Der Reiseblog, in den ich mich vertiefte, ging gar nicht primär um den Kilimandscharo, sondern um Freundschaftsmomente und Grenzerfahrungen, die der Autor während seiner Wandertour dort durchlebte. Während ich las verschmolzen diese persönlichen Reiseerlebnisse mit dem Kilimandscharo zu einem einzigen großen „Wow!" in mir und ich wusste: Da will ich hin, nein, da muss ich hin! Das wird die nächste Reise!  

Echt jetzt, Janis? Geht's noch​?

Noch auf dem Gipfel des einen Berges schon den nächsten vor Augen zu haben, stimmte mich euphorisch. Ja, der Unfall am nächsten Tag und die damit verbundenen Strapazen, brachten mich kurzzeitig aus der Fassung und lenkten den Fokus auf ganz andere Dinge. Und klar, es stellte sich tief in mir drin auch sofort die Frage, ob ich überhaupt je wieder auf eine Bergwanderung würde gehen wollen. Im Hier und Jetzt war ich konfrontiert mit der Kehrseite des Abenteuers; mit einer Realität aus Unwägbarkeiten, Stress und angstvollen Momenten. Kilimandscharo? Geht's noch? Ihr kennt mich und meinen Kopfschüttel-Index. Das einmal gelegte Feuer war zwar kurzzeitig in den Hintergrund gerückt, nicht aber ausgetreten worden. Kilimandscharo? Ja, geht noch.  

Faszination und Freunde

Jede meiner Reisen ist einerseits Ausdruck meiner Entdeckerlust, meiner Neugier und meines Drangs nach Freiheit und Bewegung; gleichzeitig sind meine Reisen total gelebte Freundschaft und sie zeugen vom Wert vertrauensvoller, menschlicher Verbindung. Natürlich kann ich mit Sven und Torsten an vielen Orten und bei vielen Unternehmungen einfach eine gute Zeit haben; die besondere Qualität unseres Miteinanders erleben wir alle aber im Besonderen bei den Reisen, die uns fordern, die uns auf Proben stellen und uns genau deshalb aneinander und miteinander wachsen lassen. Vermutlich war es u.a. diese Parallele zum Autor des Blogs (auch er war mit einem Freund unterwegs gewesen), die mich so angetriggert hatte. Nachdem ich dann etwas mehr zu Afrikas höchstem Berg und seiner Faszination recherchiert hatte, war die Entscheidung schnell unumstößlich, die Flüge gebucht – danach liefen die Routenplanungen und sonstigen Vorbereitungen mit voller Euphorie an.

Und nun? Tja, geplant war und ist das Abenteuer schon im Juli und noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir die Reise antreten können. Vielleicht mit Verzögerung. Womöglich unter Auflagen oder anderen Bedingungen.

Verrückt genug fürs Fernsehen

Als ich in die Reiseplanung ging, habe ich noch etwas anderes nicht gewusst: diese Reise wird, so sie stattfinden kann, nicht nur deshalb eine Herausforderung, weil am Kilimandscharo 5895 Meter bergauf zu bewältigen sind, sondern weil ein Kamera-Team eines der größten, deutschen Fernsehsender für eine Dokumentation dabei filmt und mitreist. Eine dieserart intensiv beobachtende „Fremdbegleitung" habe ich noch bei keiner Reise gehabt und ich bin gespannt, vor welche Aufgaben das jeden einzelnen Teilnehmer der Unternehmung stellen wird. Indonesien hat gezeigt, wie schnell alles anders sein kann, wie eigenwillig der Faktor X bleibt, und dass mein „Rucksacktourismus" nicht in erster Linie das Ergebnis kräftiger Körper und sportlichen Trainings, sondern des füreinander Einstehens, des aufeinander Verlassens und umeinander Wissens ist.

2020 zeigt uns gerade, wie schnell alles im Leben anders und eingeschränkter sein kann. Vielleicht wird der Kilimandscharo auf unbestimmte Zeit ein Sehnsuchtsziel bleiben. Vielleicht wird er mein persönlicher Befreiungspunkt dieses Sommers.

Wie es auch kommen mag, mein bestes Leben ist selbst eine Reise, ein Abenteuer und jeden Tag eine Entdeckung wert. Wo immer ich bin.

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© 2020 Janis McDavid