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Motivation. Immer wieder mittwochs.

Den meisten Menschen ist der Mittwoch egal. Sie gehen voll Widerwillen in den Montag, weil er sie in die Arbeit treibt, lieben den Freitag, weil er das ersehnte Wochenende einläutet und der Sonntag punktet immerhin mit spätem Frühstück und Rührei. Ich stand bisher mit dem Mittwoch auf Kriegsfuß. Aus einem höchst pädagogischen Grund.  

Wochentagsgefühle

Wenn ich ehrlich bin, habe ich den gemeinen Montagshass nie recht verstanden. Schon früher war ich viel zu neugierig, was ein Wochenanfang wohl alles mit sich bringt an Abenteuern. In diesem Punkt profitierte der Montag möglicherweise davon, dass meine Sonntage mir früher manchmal zu langweilig waren und ich den Actionlevel vorzog, den die Schule bot. Den jetzt meine Arbeit bereithält. Ich bin ein Mensch des Tuns und der Bewegung; ein Montag ist, zumindest gefühlt, der Startschuss in tausend neue Möglichkeiten.  

Der Tag, der keiner ist

Uff, die Mitte der Woche, sie war mir nicht Fisch und nicht Fleisch, wie man so schön sagt. Mittendrin eben. Kein Grund sich wirklich zu freuen, das vorherige Wochenende schon gefühlt weit weg und die nächste rauschenden Samstagnacht in zu weiter Ferne, um sich der Party-Vorfreude hinzugeben. Was soll der Mensch auch von einem Tag halten, der sich nicht einmal selbst Tag nennt? Der als Un-Tag, Nicht-Tag, formlos als Mitt-woch daherkommt? Vielleicht war genau das der Grund, weshalb meine Schule einst den Mittwoch dazu auserkoren hatte, uns Schüler einem waldorfspezifischen Ritual zu unterziehen. Bestimmt wollten sie einen Motivationsakzent setzen. Bei mir ging das allerdings ordentlich daneben.  

Das Zeugnisspruch-Prinzip

Waldorf-Schüler erhalten zu jedem ihrer Zeugnisse einen sogenannten Zeugnisspruch, der von den jeweiligen Klassenlehrer*innen selbst verfasst wird. Dieser Spruch hat oft Versform, kann unterschiedlich lang sein und hat vor allem einen ganz persönlichen Bezug. Die Grundidee ist ja schön, dass ein Kind eine Art Geleitspruch bekommt für das nächste Schuljahr. Einen individuellen Richtungsweiser. Und hätte ich diesen Spruch für mich erhalten und verwahren dürfen, wäre der Mittwoch wahrscheinlich niemals derart in meine Ungnade gefallen. Die Zeugnissprüche sind jedoch keine stillen Begleiter, sondern werden von den Kindern auswendig gelernt und einmal pro Woche vor der Klasse laut vorgetragen.  

Einmal pro Woche? Genau! Mittwochs für mich

Um Zeugnisspruch und Schüler noch enger miteinander zu verknüpfen, ist immer der Wochentag, an dem man geboren wurde, zum Spruchvortrags-Tag auserwählt worden. In meinem Fall ein Mittwoch. Wie hat mich dieses Ritual genervt! Nein, nicht das Auswendiglernen oder vor der Klasse zu sprechen. Mein Widerwille entstand aus dem Zwang, mit dem Zeugnisspruch etwas über mich preisgeben zu müssen, was eine andere Person festgelegt hatte, ob ich das nun wollte oder nicht. Klar, ich erinnere mich heute nicht mehr an jeden Spruch und sicherlich war der eine oder andere gar nicht dramatisch. Das Müssen war der Feindfaktor. Und fortan war der Mittwoch unten durch!  

Reframing. Eine Übung fürs Leben

Als mir klar war, dass ich diesen Blog schreiben will, um meine Erlebnisse, Eindrücke und Lebensmomente mit euch zu teilen, da stellte sich natürlich die Frage, an welchem Wochentag der regelmäßige Impuls in die Welt gehen soll. Mir war sofort klar: Mittwoch! Kaum ein Tag, der besser geeignet wäre! Irgendwann in meiner Vergangenheit habe ich den Mittwoch in einer Gefühlswolke vernebelt und ihn einfach darin belassen. Dabei muss ich keine Zeugnissprüche mehr aufsagen, stehe freiwillig und mit Freude vor Menschen und mit noch mehr Freude teile ich, was mich bewegt; was ich fühle und denke. Die Mitte der Woche ist außerdem perfekt, um mit einem Motivationsgedanken eine Brücke vom Anfang der Woche Richtung Wochenende zu schlagen. Ein Highlight zu setzen.

Wie berühren hier einen der elementarsten Punkte unseres Denkens: Wir sind es, die den Dingen ihre Bedeutung geben. Es ist nur und nur unsere Betrachtungsweise. Reframing, also etwas in einen neuen Rahmen zu setzen, erlöst von alten Glaubenssätzen genauso wie von überholten Wochentagsgefühlen. Mein Mittwoch (der Tag meiner Geburt nicht zu vergessen!) stand lang genug im Schatten, ihn wieder ans Licht zu holen und zu einem wunderbaren Tag werden zu lassen, ist meine Sache, nicht seine. Auf geht's. Motivation. Immer wieder mittwochs.

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© 2020 Janis McDavid