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Mit Redebrillanz zum Multimillionär der Herzen

Der Speaker Slam 2019 in New York hatte es in sich. Nur zweieinhalb Minuten Zeit gab es für die anderen Teilnehmer und mich, um eine Keynote zu formulieren. Als sei dies nicht Herausforderung genug, erfuhr ich kurz vorher allerdings noch von einem anderen Faktor, der meinen Puls rasant beschleunigte.  

Irgendwas ist anders

„Du bist so souverän und selbstsicher auf die Bühne gekommen – Aufregung kennst du gar nicht mehr, oder?" höre ich oft nach Vorträgen. Klar, ich liebe die Bühne, ich liebe es Reden zu halten, ich liebe auch Wettkampfsituationen und ich liebe das Prickeln von Aufregung. Das gehört alles zusammen. Bis zu einem gewissen Grad genieße ich den Adrenalinfaktor vorab und zudem hilft er beim Fokussieren. Diesmal allerdings war er eine zusätzliche Herausforderung. Mir war erst kurz vor dem Slam bewusst geworden, dass wir nicht nur einem extrem straffen Zeitfenster begegnen würden, sondern einer direkten, offenen Jury-Bewertung nach der Rede.

Feedback für Fortgeschrittene

Die zehnköpfige Jury um Top-Speaker Hermann Scherer, das war sofort deutlich, gab ihr Feedback wertschätzend und konstruktiv und machte dabei ohne „Veriss" sichtbar, wen sie für wie gut befand. Ich bin sicher, jeder der 68 Slam-Teilnehmer hatte eine besondere Anspannung in Bezug auf diesen Augenblick. Bei mir selbst katapultierte die Aussicht auf die öffentliche und schnörkellose Bewertung den Puls sehr, sehr hoch. Außerdem hatte ich am den Abend zuvor zusammen mit den anderen Teilnehmern ausgiebigst den finalen Abend der Masterclass gefeiert. Ich war, sagen wir es mal nett formuliert, nicht fit und frisch wie Morgentau, als ich auf die Bühne ging… 😉

Kurze Rede, tiefer Sinn

Zweieinhalb Minuten, sinnvoll gefüllt, bitte. Das war die Ansage. Nein, ich habe das nicht vorher geübt. Nein, ich stand nie mit Stoppuhr im Hotel vorm Spiegel. Nein, ich studiere keine Performance ein. Auch das werde ich oft gefragt. Üben in dieser Art ist nicht meins. Was nicht mit dem Thema Vorbereitung zu verwechseln ist! Natürlich bereite ich mich vor. Das ist einer der Gründe, warum es für mich vor Auftritten elementar wichtig ist, mich in Ruhe sammeln zu können. Mich für mein Publikum zu sensibilisieren, mich mit meinem Publikum zu verbinden. Denn es ist hier, um etwas für sich mitzunehmen. Menschen schenken mir ihre (Lebens-)Zeit (> Verschenk deine Zeit und nicht dein Leben). Was genau also, will ich sagen, mitteilen, schenken? Es geht nicht um meine Performance. Es wird gut, wenn es um die Menschen im Saal geht. Alle. Das schließt mich selbst ohnehin mit ein. Der Rest passiert dann auf der Bühne von allein.

Die zerstörerischste Frage überhaupt

Von dem Augenblick, da ich mir meines Aussehens und meines Körpers bewusst wurde, habe ich schon oft erzählt. Schließlich ist es der Schlüsselmoment meines Lebens gewesen, indem sich meine Lebenskraft gegen mich selbst zu richten begann, angefacht von der zerstörerischsten Frage überhaupt: Warum gerade ich? Was meine Mutter mir auf diese Frage geantwortet hat und ich seither verändert habe, könnt ihr in dem Video am Ende dieses Beitrags sehen. Punktlandung mit der vorgegebenen Zeit. Applaus. Stille. Und dann kam das Feedback.

Tobias Beck holt aus

Das brizzelnde an einer Feedbacksituation ist ja vor allem der Abgleich zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmun (> Vergleichsweise wertvoll). Wo ist ggf. mein blinder Fleck? Was sehen andere, was ich nicht sehe? Im Guten wie im weniger Guten? Es interessiert mich nicht, einfach über den grünen Klee gelobt zu werden, auch wenn Bauchpinselei sich gut anfühlt. Ich wünsche mir, wie jeder von uns, dass das, was ich kann, gesehen wird. Dass dort, wo ich noch wachsen kann, wertschätzende Hinweise neues Potenzial in mir entfalten. An diesem Punkt sage ich meinen Dank an Hermann Scherer für die Worte und den Respekt vor meiner Rednerleistung. Und Dank an Tobias Beck, der mir gespiegelt hat, was mir wirklich wichtig ist: „Was ich unglaublich an dir schätze ist, dass du komplett aus der Opferrolle raus bist. (…) Du bist ein brillanter Redner. Es gibt viele Leute, die haben etwas erlebt, aber die sind keine brillanten Redner (…) Du wirst damit Multi-Multi-Multimillionär der Herzen."

Reich fühle ich mich auch deshalb jeden Tag, weil ich mich selbst damit beschenkt habe, mein bestes Leben zu leben. Das, was ich am besten kann, zu tun, zu verbessern und weiter zu entwickeln. Womit beschenkst du dich und machst dein Leben reicher? Was ist dein besonderes Talent?

Coverfoto: Patrick Reymann

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© 2021 Janis McDavid