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Mach den Unterschied!

Auch wenn es noch immer viele nicht glauben mögen: Es ist in einem Erste-Welt-Land ziemlich einfach ohne Arme und Beine zu leben. Mir fällt nicht wirklich etwas ein, was mich in meinen Möglichkeiten der Lebensgestaltung in irgendeiner Weise von meinen Mitmenschen unterscheiden würde. „Du kannst also alles tun, so wie ich“ möchtest du jetzt fragen? Nein. Kann ich natürlich nicht. So wenig wie du.

Unterschied und Gleichheit

Menschen mit besonders auffälligen Merkmalen, so wie ich eins habe, sind schnell im Fokus. Keine Gliedmaßen, aber trotzdem Spaß am Leben? Reisen? Autofahren? Liebesleben? Beruflicher Erfolg? Wie ist denn das möglich? Janis, wie hast du das trotzdem geschafft? Ja, ich verstehe die Frage und, nein, ich verstehe sie nicht. Trotz was? Wirklich, wenn ich eine große Wunschvision habe, dann die einer Welt, in der meine Art zu leben als genau so normal und selbstverständlich angesehen wird, wie jede andere auch.

Aber nicht, weil ich mich nicht unterscheide oder etwa mit meinem Körper alles machen kann, was Menschen mit Gliedmaßen können. In meiner Vision der Welt leben Menschen, deren Gleichheit darin besteht, dass sie ihre Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen. Ganz einfach.

Trotzdem, weil oder genau deshalb?

Dass ich mich so sicher und selbstverständlich durch mein Leben bewege, habe ich u.a. dem Umstand zu verdanken, dass ich nie in einen entmündigenden Sonderstatus gepackt wurde. Ich durfte ausprobieren, was ich alles kann bzw. wie ich meinen eigenen, kreativen Weg zur Umsetzung finde. Ganz natürlich dabei die notwendige Hilfe, wo ich sie tatsächlich brauchte. Exakt diese Mischung aus Anerkennung meiner persönlichen Merkmale und Vertrauen in meine Fähigkeiten, legten den Grundstein zu einem selbstbewussten und damit selbstbestimmten Dasein. Und ja, diese Lebensformel gilt für uns alle. Für jeden Menschen.

Randgruppe und mittendrin

Ich könnte in angebotenen Schubladen baden: schwul, „behindert“, Vegetarier, blond und so weiter. Dass ich mich in keiner davon wiederfinde, mich in keine davon stecken lasse und tatsächlich eher selten mit derlei Labels konfrontiert werde, liegt m.E. daran, wie sehr ich mir bewusst bin, dass mein bestes Leben in meiner persönlichen Verantwortung liegt. Meine persönlichen Merkmale, und zwar wirklich egal welche, trage ich nicht wie ein Mantra vor mir her. Nicht als Ausrede, nicht als Motivation, nicht als Waffe, nicht als Schutz.

In dem, was uns Menschen antreibt, sind wir nämlich verdammt gleich: wir streben nach innerer Zufriedenheit, nach Erfolgen (im Sinne der Wirksamkeit unseres Tuns), nach Verbundenheit. Am Ende des Tages ganz simpel nach Geliebtsein.

Gerade weil diese inneren Antriebe so gleich sind, sind unsere äußeren Merkmale nicht der Dreh- und Angelpunkt. Hier dürfen wir ganz unterschiedlich aufgestellt sein. Dürfen unterschiedliche Möglichkeiten und Wege haben. Ganz unbedingt sogar.

Ich sehe klar wer ich bin und wie ich bin und auf Basis dieser Einsicht kann und will ich gestalten. Ich artikuliere meine Bedürfnisse selbst und erwarte nicht, dass andere sie bereits kennen. Ich weiß, dass mein Anblick manche erst einmal verunsichern kann, also baue ich die Brücke, z.B. schon bei der Begrüßung. Und siehe da, plötzlich bricht das Eis und aus der Beklemmung „Wie gebe ich einem ohne Hand nur die Hand?“ wird ein herzliches Lachen über allzu menschliche Berührungsängste.

Gleichheit macht den Unterschied

Klar, für jeden von uns liegt die Versuchung nah, dass wir stark ausgeprägte Merkmale, besonders dann, wenn sie vielleicht Einschränkungen mit sich mitbringen, als Grund nennen, warum wir etwas nicht machen oder umsetzen, obwohl wir es uns wünschen. Klar, manche Merkmale führen zu gesellschaftlichen Stigmata. Auch die kenne ich. Weil ich mich nicht verstecke. Es kann und darf jeder sehen, dass ich keine Gliedmaßen habe. Das ist nicht das Fatale. Fatal ist, wenn Urteile gefällt werden. Wenn mir deshalb abgesprochen wird, dass ich kann, was ich kann. Mir weniger zugetraut wird. Dabei lebe ich nicht „weniger“ als andere, und ich lebe auch nicht „trotzdem“. Ich lebe „anders“ im Sinne von „eigen“ – wie wir es alle tun sollten, eingedenk unserer Besonderheiten, die uns einzigartig machen.

Gleichberechtigt leben heißt, dass Unterschiede gesehen und akzeptiert werden. Dass es Unterschiede geben darf. Dass in der Ungleichheit die Chance, das Potenzial und die Fülle erkannt werden. Also zeig dich der Welt in deinen Facetten, zeig was du brauchst, was du kannst und was du willst.

Dein bestes Leben gelingt nur im aufrechten Gang, mit Rückgrat. Für dich selbst, wie du bist.

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© 2021 Janis McDavid