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German Geschwindigkeit

Als Nutzer technischer Innovationen stehe ich, wie ihr wisst, dem Thema Digitalisierung aufgeschlossen gegenüber. Oft begegne ich in Gesprächen der großen Sorge, dass wir uns dabei womöglich selbst überholen. Ein Blick auf die digitale Überholspur fällt allerdings eher lustig aus.

Gut Ding will Weile haben

Dieses alte Sprichwort meint laut Wiktionary „etwas, was gut werden soll, bedarf einer längeren (ausreifen lassenden) Zeit“. Als sinnverwandte Sprüche werden unter anderem „abwarten und Tee trinken“, „eile mit Weile“ und „Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden“ aufgeführt. Sogenannte Gegenwörter sind „auf die Schnelle, Hals über Kopf, holterdiepolter, im Handumdrehen, in null Komma nichts“. Und spätestens hier komm ich fast aus dem Lachen nicht mehr raus.

Digitalisierung im Handumdrehen? In null Komma nichts? Ehrlich gesagt fühle ich mich weit häufiger teetrinkend im alten Rom.

Dazu zwei fun facts aus meinem Universum.

1) Wo stehen wir in 30 Jahren?

In Interviews zum Thema Digitalisierung wird mir diese Frage oft gestellt. Eingedenk dessen, was technisch durchaus heute schon möglich ist, finde ich diese Frage auch richtig spannend. Jüngst kam ich dabei wieder einmal mit dem Thema „Transhumanismus“ in Berührung und hatte den Impuls, mich über meine Google-Recherchen hinaus in diese Denkströmung zu vertiefen. Also suchte ich nach entsprechenden Büchern, wurde schlussendlich fündig und wollte mir das Auserwählte als e-book bestellen.

Gab’s halt bloß nicht.

Ja. Wirklich. Echt jetzt!

Gab’s nur für Teetrinker im alten, nicht an einem Tag erbauten Rom, die gerne mal abwarten. Das Buch über Transhumanismus. Über eine Menschheit die sich technisch selbst überholgallopiert. Kein e-book. So transhuman ist es dann doch nicht mit der Welt.

Verzeiht mir den stottrigen Sarkasmus, aber ich saß echt vor meinem Rechner mit kaum einzufangender Belustigung.

2) Faxen Sie bitte den Briefkopf

Der zweite Auslöser für mein zwerchfellgestütztes Kopfschütteln kam durch einen Bestellprozess anderer Art zustande. Ich hatte die Einladung eines wirklich großen Konzerns, einen Impulsvortrag bei einem Kick Off zu halten. Natürlich mit Augenmerk auf Themen wie Wandel, Unternehmen am Puls der Zeit, agiles Business, Innovation, verjüngte Zielgruppen, verjüngte Mitarbeiterstrukturen etc.

Gerne doch. Mit Vergnügen! Gesagt, getan. Dachte ich.

Vielleicht darf, wer eine Queen Mary II betritt, nicht das Wellenrittgefühl einer Sportyacht erwarten. Das ist mir klar. Ich aber fühlte mich zwischendurch wie auf Grund gelaufen, ohne Chance je wieder in den Fluss zu kommen.

Als Redner war ich tatsächlich ein „Lieferant“ und musste im System des Unternehmens erst als solcher angelegt und vor allem verifiziert werden. Ohne diesen Vorgang schien es keinen Schriftverkehr zur Terminvereinbarung und für vertragliches geben zu können.

Fast etwas behördlich wurde ich aufgefordert „Briefpapier, Firmenstempel und Faxnummer einzureichen“.

Stemp… Fax ….was? Der Griff meines Managements zum Telefon, um zu klären, dass Menschen meiner Generation eher weniger einen Stempel, Briefpapier oder noch eine Faxnummer hätten, und es doch eigentlich nur um einen kurzen Mailaustausch für die Absprachen ginge, wurde (nun tatsächlich in beamtischer Unumgänglichkeit) beantwortet mit: „Bitte schicken Sie uns Briefpapier, Firmenstempel und Faxnummer, sonst kann ich Sie nicht als Lieferant einpflegen.“

Ich dachte an die Themen-Wünsche der Führungsebene, die man geäußert hatte und fand es wirklich wundervoll grotesk, dass ich einen Innovations-Impuls womöglich nicht würde geben können, weil ich mangels Faxnummer endlos im Orbit der Lieferantenanwärter kreiseln müsste.

Die Zukunft wird noch ein Weilchen warten

Trinken wir also altrömischen Tee, bevor wir uns in sorgenvolle Angstdebatten stürzen, ob die german Menschheit nicht holterdiepolter von Innovationen und Digitalisierung überholt und weggespült wird.

Solange e-books keine selbstverständliche Alternative und Faxnummern mit Briefpapier auftragsentscheidend sind, haben wir nichts zu befürchten.

Habt ihr ähnliche Stories erlebt? Lasst sie mich hören.

Passend dazu:

Die Zukunft von Mensch und Maschine

Zu Gast im Future Podcast von Marcus Nettelbeck

Innovationen und Erfindungen entstanden und entstehen oft um menschliche Unzulänglichkeiten zu mindern, oder zu überwinden. Jede Menge Beispiele hierfür umgeben uns täglich. Angefangen von dem Funkwecker, über die Kaffeemaschine zum Auto, Flugzeug, Mikrowelle, Handy usw. All diese Dinge helfen uns den Alltag einfacher, bzw. effizienter zu machen. Aber wohin führt uns das?

Darüber haben wir gesprochen:

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© 2022 Janis McDavid