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Freund oder Frust?

Mein Leben ist geprägt von Begegnungen. Als Motivationsredner komme ich nahezu täglich in Kontakt mit einer Vielzahl von Menschen. Gestern wurde ich gefragt: „Janis, es gibt bestimmt viele Leute, die deine Nähe suchen, weil du bekannt bist. Da lauern vermutlich falsche Freunde. Woran erkennst du, welches Interesse jemand an dir hat?"

Prominenz als Problem? Natürlich nicht!

Die Frage ist spannend. Für jeden von uns. Denn sie ist keine Frage von Prominenz. Sie betrifft jeden von uns jeden Tag. Ich stand früher nicht so in der Öffentlichkeit, aber oft genug vor Menschen, in denen meine fehlenden Gliedmaßen das Helfersyndrom auslösten. Freundlichkeit aus Mitleid, Zurückhaltung aus Politcal Correctness, Hilfestellung aus Verpflichtungsgefühl – ja, ich hätte gerne eine Antenne für echtes und unechtes Verhalten gehabt. Heute habe ich sie. Jeder hat sie.

Strategien, die keine sind.

Fun oder Frust, Freund oder Feind, nah oder fern. Mein Bauchgefühl ist der stimmigste Navigator durch menschliche Begegnungen. Vorausgesetzt, ich bin klar in Bezug auf mich selbst. Das war ich natürlich nicht immer. Und ja, je mehr Menschen ich begegnete und je größer die Wahrscheinlichkeit wurde, dass mich jemand aus einem medialen Kontext kennt, desto unsicherer fühlte ich mich. Eine Zeit lang schien es mir deshalb besonders ratsam, mich zurückzuziehen und erst gar keine neuen Begegnungen zuzulassen. Das ist keine sehr wirksame Strategie. Der Zug des Lebens fährt nicht auf dem Abstellgleis. Und wenn es irgendwas gibt, was meinem Wesen entspricht, dann mitten im Leben zu stehen. Ganz und gar und voll und ganz.  

Nur Selbstvertrauen schafft Fremdvertrauen.

Vor der Frage, wie jemand zu mir steht, steht vor allem die Frage: wie stehe ich zu mir selbst? Und wie stehe ich zu meinem Gegenüber? Will ich gefallen? Habe ich Ängste? Bin ich offen? Gehemmt? Kurzum: Bin ich der, der ich bin? Bereit für eine echte Begegnung? Genauso bereit für den Sprung ins Brausebad wie für den beherzten Tritt in den Fettnapf? Mir persönlich ist die unbedachte spontane Frage, ob ich mir nicht die Hände gerieben habe vor Freude über einen Erfolg, lieber, als z.B. ungefragt fremde Hände auf meinem Teller zu haben, die noch ungefragter mein Essen klein schneiden.

Inzwischen traue ich meiner Wahrnehmung für die Energie, die mir von Menschen entgegenkommt. Nehme Taten wahr. Haltung.

Ich selbst nehme kein Blatt vor den Mund. Menschen, die das umgekehrt auch nicht tun, machen eine echte Begegnung möglich. In vielen meiner Vorträge spreche ich über Selbstwert- vs. Fremdwertgefühl. Beim Thema Vertrauen verhält es sich nicht viel anders: Erst Selbstvertrauen, also die Sicherheit, dem eigenen Kompass folgen zu können, macht Vertrauen, Fremdvertrauen, in andere möglich.

Echte Begegnungen müssen nicht tief sein.

Nicht jede zwischenmenschliche Begegnung, die echt ist, muss besonders tief sein. Das ist ein großes Missverständnis. Ein paar kurz, aber herzlich ausgetauschte Worte; ein aufrichtiges Anlächeln; ein unverstellter Blickkontakt; ja selbst eine direkte Ablehnung – Kontakt darf oberflächlich sein. Ist er echt, fühlt er sich gut und richtig an. Für alle Beteiligten. Das ist der Boden, auf dem Tiefgang entstehen kann.

Den Grenzen in meinem Kopf gebe ich nicht mehr viel Raum. Dem Kompass meiner Intuition umso mehr.

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© 2020 Janis McDavid