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Einsame Spitzentechnologie

Wieviel Mensch kann Technik?

Wann hast du zuletzt alle technischen Hilfsmittel gezählt, die du nutzt? Und wie fühlt sich das an? Fremdgesteuert? Frei? Warum sehen wir in einer Waschmaschine etwas Gutes, in einem Pflegeroboter aber das Ende der Menschlichkeit? Maschinenverliebte Gedanken zu einem heiß diskutierten Thema.

Is this a human’s world?

Aus meiner Begeisterung für technische Innovationen habe ich noch nie einen Hehl gemacht. Nicht zuletzt, weil viele davon die Basis für meine Freiheiten, meine Selbstbestimmung und damit für mein bestes Leben sind. Und klar, allein durch den Rollstuhl oder mein Auto mit Drive-By-Wire-Steuerung, wird bei mir besonders sichtbar, wie grundlegend Technik ein Leben verändern kann, aber genau genommen nutzt jeder von uns jeden Tag immens viele maschinelle Helferlein.

Was beim Waschen der Hemdenberge als Segen empfunden wird, erfährt eine jähe Abwertung, sobald es um Pflege geht. Robotereinsatz in einem Pflegeheim hat Sakrilegcharakter. Das Schreckenswort, das mir hierbei in nahezu jeder Diskussion begegnet ist „Vereinsamung“.

Wann würdest du es tun?

In einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2016 sagen 56 % der befragten Menschen, dass sie sich generell vorstellen können einen Serviceroboter zu kaufen. Interessant finde ich, dass 83 % der Befragten deutlich sagen, dass sie einen Roboter im Haus haben wollten, wenn sie dadurch länger in den eigenen vier Wänden bleiben können. Sie also die Unterstützung bekämen, die sonst u.a. Pflegepersonal erledigen würde.

Vor diesem Hintergrund darf, nein muss sogar die Frage gestellt werden, was uns davon abhalten sollte, mehr Pflege- und Serviceroboter zum Einsatz zu bringen? Wann ist ihr Einsatz vertretbar? Sinnvoll? Vielleicht sogar besser als der menschliche? Oder öffnet dies die oben erwähnte Tür zu Entmenschlichung, Vereinsamung, in eine klamme Welt ohne Sozialkontakte?

Und der Mensch ist Mensch. Wirklich?

Technikfolgenabschätzung – dafür gib es ein Institut, dessen Leiter Prof. Armin Grunwald ist. In einem Podcast stolperte ich jüngst über seine Frage, ob „gute Pflege mehr ist als ein zweckrationales Problemlösungshandeln“. Eine wichtige Frage. Genau dieses „zweckorientierte Problemlösungshandeln“ ist in den meisten Köpfen bei der Maschine, beim Roboter verortet. Prof Grunwald spiegelt hingegen, was auch ich schon lange so sehe: Unser aktuelles System ist eins der ökonomischen Effizienzmaxime und degradiert die Pflegenden zu reinen Funktionsausübenden.

Wieviel Menschlichkeit und Menschsein bleibt übrig, wenn Pflege und Hilfe in ein exaktes Korsett aus Zeitfenstern und festgelegten Arbeitsabläufen gezwängt sind?

Wir fürchten uns davor, dass Roboter menschlich handeln, aber wir finden es selbstverständlich, dass wir Menschen zu Robotern degradieren, in einem nahezu ausbeuterischen System.

Geben und nehmen und leben

Für mich ist es alltäglich, dass ich in bestimmten Lebensbereichen Hilfe brauche. Dass ich das Glück habe, mit Freunden in einer WG zu leben, die mir diese Hilfe und Unterstützung geben, ist klasse, aber eben auch ein Glück. Lebte ich allein, müsste es anders organisiert werden. Und ja, ein Serviceroboter wäre dann in jedem Fall eine Option, besonders dort, wo es eben wirklich nur um Handgriffe geht.

Technik selbst ist nie „gut oder schlecht“. Es ist nicht die Technik, die unsere Gesellschaft zu einer menschlichen oder unmenschlichen macht. Es sind immer wir selbst und unser Umgang damit. Wenn Maschinen das tun, was Maschinen (vielleicht sogar besser) können, dann bleibt sogar mehr Raum für menschliches Miteinander – wenn wir es denn wollen. Wo vorher Menschen abgehetzt Handgriffe abarbeiten mussten, können sie nun das tun, was die Maschine nicht kann: zuhören, wahrnehmen, Anteil nehmen, einfühlen, Zeit und Zuwendung mitbringen.

Auf Unterstützung angewiesen zu sein, ist für nahezu jeden Menschen eine Hürde. Weil es immer den persönlichen Raum, die Intimsphäre betrifft. Auch hier haben Serviceroboter eindeutige Vorteile.

Es sind nicht Maschinen, die uns vereinsamen lassen. Es sind nicht Roboter, die Kälte ins gesellschaftliche Leben tragen. Das sind wir alle miteinander, wenn wir uns nicht anschauen, wie wir miteinander leben und umgehen wollen. Welche Bereiche mehr Mensch brauchen und welche in den Händen der Technik gut aufgehoben sind.

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© 2021 Janis McDavid