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Die zerstörerischste Frage der Welt - und eine einfache Antwort

Beim internationalen Speaker Slam in New York, brachte ich sie zum ersten Mal auf die Bühne – die Frage, an die über viele Jahre meine vehemente Selbstzerstörung geknüpft war. Dass diese Frage die Wurzel meines Leidens war und nicht etwa, wie ich glaubte, mein körperliches Anderssein, begriff ich erst, als ich sie laut stellte und eine überraschende Antwort erhielt.

Das bin ich nicht, bitte​!

Über den Moment, in dem ich mir als Kind darüber bewusst wurde, dass mir Arme und Beine fehlen, dass ich „nicht normal" bin, habe ich schon oft gesprochen und geschrieben. Dieser Moment durchfuhr mich und mein Leben wie ein Blitz, und auch wenn sich äußerlich scheinbar nicht viel veränderte, in mir drin war es der Beginn einer tiefen Selbstablehnung. Mit all ihren unguten Folgen wie Verlust der Selbstwertschätzung, deprimierten Verstimmungen, ausgeprägtem inneren Kritiker etc.

Ich war entmutigt. Ohnmächtig stand ich vor der Wand der Gegebenheiten. Gliedmaßen konnte ich nicht herbei zaubern. Nicht mit Prothesen, nicht mit Anstrengung, nicht mit Zaubertricks. Ein Spiegel hatte mir gezeigt was ich bin. Meine Antwort war: das darf nicht sein, das bin ich nicht, bitte!

Ewiges Kopfkarussell

Endlos, fruchtlos und deshalb von so destruktiver Kraft, kreisten meine Gedanken um meinen Schmerz. Es schien keine Strategie zu geben, um ihm zu entkommen. Wie auch? Der Blick in den Spiegel genügte. Dort saß mein Schmerz. Dieser Mensch, dessen Erscheinungsbild so wenig mit dem zu tun hatte, was ich lange über mich geglaubt hatte: normal zu sein, so wie alle anderen. Ich weiß, dass jeder von uns ein ähnliches Gedankenkarussell entweder kennt oder sogar gerade in sich hat. Und am Ende spuckt es immer nur dieselbe Frage aus. Die Frage, die ich die zerstörerischste Frage überhaupt nenne: Warum gerade ich?

Sag mir warum​!

Irgendwann einmal stellte ich diese Frage dann laut. Ich stellte sie meiner Mutter. „Warum gerade ich?" Ihre Antwort war eine völlige Überraschung für mich: „Janis, ich glaube, dass jedes Kind, bevor es geboren wird, sich selber entscheidet, was es sich selbst für eine Aufgabe gibt." An dieser Stelle scheiden sich manchmal die Geister, weil die Antwort ein religiös-spirituelles Weltbild zu vermitteln scheint. Nichts liegt mir ferner. Denn vollkommen unabhängig davon, aus welcher persönlichen Weltsicht diese Antwort meiner Mutter erfolgte, die darin enthaltene Botschaft ist für mich bis zum heutigen Tag verdammt weltlich real und greifbar. Sie lautet: Du entscheidest für dich!  

Das Ende der Ohnmacht

Sich selber entscheiden! So wie mich vor dem Spiegel der Blitz der Selbstzerstörung getroffen hatte, durchfuhr mich nun die Selbstermächtigung. Ich entscheide. Ich lenke meinen Fokus. Ich kann meine Energie in den schwarzen Löchern eines Gedankenkarussells verschwinden lassen oder sie nutzen, um Dinge zu tun, die ich möchte. Um Grenzen zu erforschen. Möglichkeiten auszuprobieren. Ja, sogar um Träume zu verwirklichen. Ich entscheide, ob ich mich nehme, so wie ich bin und mir damit meine Welt erobere oder, ob ich mich ablehne und an einem nicht umsetzbaren Wunsch abarbeite: Arme und Beine zu haben.  

Mein bestes Leben hat keine Arme

Mein bestes Leben hat Möglichkeiten. Ich möchte hier nicht mit Begriffen wie „unbegrenzt" um mich werfen, denn selbstverständlich gibt es für jeden Menschen Dinge, Aufgaben, Herausforderungen, die auf körperliche oder geistige Grenzen stoßen. Von atemberaubender Grenzenlosigkeit sind hingegen die Perspektiven der Fantasie und der Kreativität, wie wir dennoch ans Ziel kommen und was wir anders oder neu denken können. Die Rucksackreisen mit meinen Freunden, die Wanderungen an entlegenste Plätze, sind ein gutes Beispiel dafür.

Welche Entscheidung hast du zuletzt für dich und dein bestes Leben getroffen? Ich freue mich auf eure Antworten!

Weiterschauen:

In New York habe ich zum ersten Mal auf der Bühne über diese Frage gesprochen, aber schaut selbst:

Anschauen

 

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© 2020 Janis McDavid