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Der größte Fehler, den du als Speaker machen kannst

Warum hören wir so gerne zu, wenn Paare erzählen, wie sie sich kennengelernt haben? Warum sagen wir manchmal zu Freunden: „Erzähl doch noch mal, wie du damals trotz deines platten Reifens und mit dem Loch im Hosenbein pünktlich zum Bewerbungsgespräch gekommen bist?" Und warum spielt es nur eine Nebenrolle, ob er den Job bekommen hat…?

Körper, Stimme, Inhalt​?

Nein, es sind nicht einfach die Geschichten als solche. Es gibt schnarchlangweilige Geschichten darüber, wie ein Paar sich kennengelernt hat oder mit welchen Widrigkeiten der Weg zum anvisiertenen Arbeitgeber gepflastert war. Wäre Faszination allein die Frage des Inhalts, niemand gäbe eine Sekunde seiner Lebenszeit, um jemand anderen sprechen zu hören. Was also sind die anderen Wirkungsfaktoren? Eine gute Rhetorik? Lebhafte Ausdrucksweise? Gestik? Mimik? Wortwahl? Gekonnte Selbstinszenierung? Gelerntes Präsentations-Know-How? Meine Mentaltrainer-Ausbildung der letzten Monate hat mir diesbezüglich sehr nachhaltig die Augen geöffnet. So klar habe ich den wesentlichsten Faktor vorher nicht gesehen.  

To be or not to be

Nein, ich komme jetzt nicht mit der Binsenweisheit aus Kommunikationsseminaren um die Ecke, dass unsere Stimme und unser Körper dem Gegenüber weit mehr vermitteln und erzählen, als jeder Inhalt, den wir in die Welt schmettern. Das ist zwar richtig, lüftet aber nicht das Geheimnis, wie eine Stimme und unsere Körpersprache beschaffen sein müssen, um Menschen in den Bann zu ziehen. Was muss ich tun? Kann ich das lernen? Wie lautet die Formel, die Regel, der Trick? Meine Antwort darauf ist eine sehr schlichte: entweder du selbst bist auf der Bühne – oder eben nicht!  

Selbstbewusstsein neu gedacht

In Zeiten des Zauberworts „Authentizität" wird oft der Ratschlag erteilt, man solle einfach man selbst sein. Dem möchte ich grundsätzlich gar nichts entgegensetzen, bloß erlaube ich mir die Frage, ob wir dafür auch selbstbewusst genug sind. Und hier lauert meines Erlebens nach das nächste Missverständnis. Fragt man Menschen, wie sich Selbstbewusstsein in der Körperhaltung ausdrückt, dann folgen Antworten wie „aufrechte Haltung" oder „Schultern zurück" oder „gerader Blick, geöffnete Arme, gehobener Kopf" und so weiter. Selbstbewusste Menschen, das sind doch die, die man sofort wahrnimmt, wenn sie den Raum betreten; die sich trauen im Restaurant laut zu reklamieren; die richtig cool auf einer Bühne stehen und ohne Lampenfieber ihre Story erzählen können. Brusttrommelnde Gorillas. Willkommen bei der Verwechslung von Selbstdarstellung und Selbstbewusstsein. Letzteres heißt nämlich nichts anderes, als sich seiner selbst bewusst zu sein. In jedem Zustand, mit jeder Facette, so laut und grell oder leise und zart sie sein mag. Das schließt gegenwärtige Gefühle grundsätzlich mit ein.  

Wer steht da auf der Bühne​?

Zeige ich Gefühle oder spreche ich nur über sie? Zeige ich mich oder stelle ich mich dar? Während meiner Mentaltrainer-Ausbildung konnte ich wunderbar tief in den Faktor Echtheit eintauchen. Oft ist es ein Leistungsgedanke, der uns zu Darstellern macht: wir wollen unsere Sache besonders gut machen, besonders wirkungsvoll erscheinen (im wahrsten Sinne des Wortes) und gleichzeitig keine Angriffsfläche bieten, keine Verletzlichkeit preisgeben. Das ist menschlich und gleichzeitig ist es genauso menschlich, dass wir genau dann besonders voneinander fasziniert sind, wenn all diese Masken fallen. Wenn nicht die Lautstärke, narzisstische Attitüden oder das Tschakka die Begeisterung transportieren, sondern das Leuchten in unseren Augen. Weil wir gerade selbst ganz und gar bei unserer Begeisterung sind. Erst dadurch wird sie greifbar für andere.  

Berührung macht nicht betroffen

Ja, gerade als Speaker erscheint das manchmal eine Gratwanderung. Ich möchte mein Publikum berühren, bewegen, inspirieren – schlicht und ergreifend erreichen. Dafür muss ich weder kalkuliert auf Tränendrüsen drücken, noch den coolen Janis markieren. Meine Vorbereitung auf eine Rede wird nie sein, mich zu fragen, mit welcher Körperhaltung ich gleich am besten wirke oder wie ich auf der Bühne selbstbewusst erscheine oder besonders charismatisch oder mutig oder sympathisch rüberkomme. Natürlich gibt es rhetorisches Handwerkszeug. Natürlich weiß ich um Präsentations-Tools und was wie eingesetzt welche Effekte erzeugt. Aber all das bleiben zahnlose Wirkungstiger, wenn ich mich nicht auf das Wesentliche einlasse: Mich selbst, den Moment und die Menschen.  

Wir müssen leider draußen bleiben

Was beim Supermarkt für Hunde gilt, verordnen wir allzu gern unseren Gefühlen. Im gepflegten Sicherheitsabstand sprechen wir über uns und unser Innenleben, ohne nahbar zu werden. Tiefgang und Verbindung hingegen entstehen, wenn unser Erleben ohne Filter ans Licht darf. Authentizität braucht den Mut uns selbst zu begegnen zu können. Nur dann treffen wir andere. Und den berührenden Punkt.

Wieviel Mut kostet es dich, nahbar zu sein und was war dein schönstes Erlebnis mit Authentizität?

Coverfoto: Heiko Stahl

Ich wollte nie Speaker werden:

Wortgewalt – Ausgesprochen wirksam

Als ich nach einem meiner letzten Vorträge dankbar im Applausregen stand, mich selbst freute und dabei in die lächelnden Gesichter vor mir blickte, wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr ich es liebe Speaker zu sein. Fast grotesk, denn eins wollte ich nie werden: Speaker. Und das hat einen im wahrsten Sinne des Wortes gewaltigen Grund.

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© 2020 Janis McDavid